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Besonders schwule und bisexuelle Männer sind von der Infektion betroffen und stehen deshalb auch im Fokus der landesweiten Initiative „SVeN – schwule Vielfalt erregt Niedersachsen“, die in Goslar seit Februar 2017 einen Koordinator hat.

Ansprechpartner ist René Daniels. Er soll dabei helfen, Eure Ideen umzusetzen und ein Netzwerk zu etablieren für schwul-lesbische, bi- und transsexuelle Interessen in Goslar und der gesamten Harzregion.

Möglichkeiten gemeinsamer Aktivitäten gibt es viele: kulturelle Veranstaltungen, Freizeitgestaltung, Treffpunkte, AIDS-Prävention, Beratung für Männer im Coming out, Antidiskriminierungsarbeit und die Vernetzung mit dem Rest Niedersachsens, je nach Bedarf.

Als eine der ersten Aktionen began im Sommer 2017 die schwullesbische Filmreihe "Queer im Kino" . Alle zwei Monate zeigen wir Filme im Goslarer Theater. Details gibt es in der Rubrik Termine.

Ausserdem organisieren wir Testaktionen für HIV & STI, zuletzt an der TU-Clausthal im Juni 2017 und in der AIDS-Hilfe Goslar im September 2017. Wer Interesse an zukünftigen Tests hat, kann sich gerne per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Wir informieren euch dann, sobald die nächsten Termine feststehen.

 

SVeN-Koordinator Goslar: René Daniels, c/o AIDS-Hilfe Goslar, Breite Straße 18, 38640 Goslar

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.classic.planetromeo.com/SVeN_im_Harz

http://www.svenkommt.de/

 

Die meisten Menschen haben irgendwann einmal mit sexuell übertragbaren Infektionen zu tun. Weit verbreitet sind zum Beispiel Herpes, Pilzerkrankungen und Feigwarzen. Aber auch Tripper und Syphilis kommen heute wieder häufiger vor. Die möglichen Folgen reichen vom lästigen Jucken bis zur lebensbedrohlichen Erkrankung.

Gegen manche Infektionen kann man sich gut schützen, zum Beispiel durch Kondome oder eine Impfung. Alle genannten Krankheiten sind gut behandelbar. Wer Sex mit wechselnden Partnern hat, sollte sich darum einmal im Jahr auf unentdeckte Infektionen untersuchen lassen.

Das gilt besonders für Menschen mit HIV: Einige Krankheiten können bei ihnen einen schwereren Verlauf nehmen. Sexuell übertragbare Infektionen können außerdem das Risiko erhöhen, sich mit HIV zu infizieren, weil Entzündungen dem Virus den Weg in den Körper erleichtern. Wenn HIV-positive eine weitere sexuell übertragbare Infektion haben, steigt für ihre Partner das Risiko, sich mit HIV zu infizieren.

Hier gibt es Infos zu einzelnen Geschlechtskrankheiten:

Quelle und weitere Infos zum Thema STI: Deutsche AIDS-Hilfe

Hepatitis bedeutet Leberentzündung. Eine Leberentzündung kann viele Ursachen haben, zum Beispiel Viren und Bakterien, aber auch Alkohol und andere Drogen.

Hier informieren wir über Leberentzündungen, die durch Viren hervorgerufen werden. Da es mehrere Arten der virusbedingten Hepatitis gibt, werden sie mit den Buchstaben A, B, C, D und E bezeichnet. Die Folgen der Infektionen sind sehr verschieden.

Während Hepatitis A von alleine wieder abheilt, können Hepatitis B und C chronisch werden, also dauerhaft bestehen bleiben. Wenn sie nicht behandelt werden, können sie auf lange Sicht schwere gesundheitliche Folgen haben und auch lebensbedrohlich werden.

Für Menschen mit HIV ist es besonders wichtig, über Leberentzündungen Bescheid zu wissen. Eine Hepatitis ist eine erhebliche zusätzliche Belastung für die Leber, und die Erkrankung verläuft bei Immungeschwächten oft schwerer. Bei gleichzeitiger HIV- und Hepatitis-Infektion („Koinfektion“) muss die Therapie von HIV und von Hepatitis aufeinander abgestimmt werden.

Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen!

Quelle und weitere Infos von der Deutschen AIDS-Hilfe zu Hepatis A , Hepatitis B , Hepatitis C

Safer Sex ist eine wirkungsvolle Methode, die Übertragung von HIV zu verhindern.

Die wichtigsten Safer-Sex-Regeln lauten:

  • Beim Geschlechtsverkehr (anal  und vaginal) schützen Kondome. Beim Analverkehr oder bei trockener Scheide sollte man immer reichlich fettfreies Gleitmittel verwenden, um Verletzungen zu vermeiden. Das Gleitgel verringert auch das Risiko, dass das Kondom beschädigt wird. Achtung: Fetthaltige Gleitmittel wie Vaseline oder Massageöl zerstören die Kondome!
     
  • Beim Oralverkehr (Lutschen, Blasen) kein Sperma oder Menstruationsblut in den Mund gelangen lassen.

Diese Regeln gelten vor allem, wenn man nicht sicher sein kann, ob der Partner oder die Partnerin HIV-positiv oder HIV-negativ ist, also zum Beispiel beim One-Night-Stand oder bei anonymen Kontakten, aber auch in Beziehungen, die erst kurze Zeit dauern.

Wichtig zu wissen: Auch Safer Sex ist nicht hundertprozentig sicher. Kondome können zum Beispiel reißen oder abrutschen. Dieses Risiko lässt sich aber stark verringern, indem man gut darüber Bescheid weiß, wie man Kondome anwendet und den Umgang damit übt.

Quelle und weitere Infos zum Thema Safer Sex: Deutsche AIDS-Hilfe

Beim Spritzen von Heroin und anderen Drogen können sehr leicht Krankheitserreger übertragen werden. Dazu gehören zum Beispiel HIV und Hepatitis-Viren, die zu schweren Leberentzündungen führen. Auch Abszesse und Venenentzündungen können entstehen.

Vor Infektionen beim Drogenkonsum kann man sich schützen, indem man immer nur die eigene Spritze und das eigene Zubehör verwendet. Generell weniger riskant ist es, die Drogen zu sniefen (schnupfen) oder zu rauchen statt sie zu spritzen.

Aber auch beim Sniefen besteht ein Infektionsrisiko. Deswegen sollte man Röhrchen nie mit anderen gemeinsam verwenden.

Grundsätzlich sollte man beim Drogenkonsum für möglichst hygienische Bedingungen sorgen. Das vermindert das Risiko einer Ansteckung mit Viren, Bakterien und Pilzen.

Nur eigenes Spritzbesteck zu benutzen und unter möglichst hygienischen Bedingungen zu konsumieren, nennt man Safer Use.  

Safer-Use-Regeln:

  • Für jeden Druck (Injektion) die eigene, sterile Nadel und Spritze verwenden.
  • Immer nur den eigenen, sauberen Löffel benutzen. Viele Drogeneinrichtungen bieten „Stericups“ an, das sind sterile Aufkochpfännchen mit Filter.
  • Filter nur einmal benutzen. Empfehlenswert sind unbenutzte Zigarettenfilter.
    Achtung: Filter schützen nicht vor Krankheitserregern!
  • Zum Aufkochen nur steriles Wasser, frisches kaltes Leitungswasser oder Mineralwasser ohne Kohlensäure verwenden.
  • Immer das eigene Feuerzeug benutzen.

 

Quelle und weitere Infos zum Thema Safer Use: Deutsche AIDS-Hilfe

PrEP ist die Abkürzung für „Prä-Expositions-Prophylaxe“, auf Deutsch: Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt. Bei einer PrEP nehmen HIV-negative Menschen HIV-Medikamente ein, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen.

Die Wirksamkeit der PrEP mit dem HIV-Medikament Truvada® ist bei schwulen Männern mit hohem HIV-Risiko nachgewiesen. Bei ihnen schützt die PrEP so gut wie Kondome vor HIV. In sehr seltenen Fällen kann es aber trotz PrEP zu einer Ansteckung kommen. Außerdem schützt die PrEP nicht vor anderen Geschlechtskrankheiten.

Das HIV-Medikament Truvada® gilt als gut verträglich. Eine seltene, aber schwerwiegende Langzeitnebenwirkung ist eine Schädigung der Nieren.

Wichtig ist, vor der PrEP und danach alle drei Monate einen HIV-Test zu machen und regelmäßig seine Nierenwerte kontrollieren zu lassen.

Truvada® ist bereits in mehreren Ländern für die PrEP zugelassen, die europäische Zulassung erfolgte im August 2016. In Deutschland ist die PrEP seit Oktober 2016 verschreibungsfähig, derzeit wird sie aber nicht von den Krankenkassen finanziert.

An weiteren Medikamenten und Darreichungsformen wird derzeit geforscht.

Aktuelle Informationen zur PrEP hat die Deutsche AIDS-Hilfe in ihrem HIV-Report zusammengestellt.

Quelle: Deutsche AIDS-Hilfe

Es kann vorkommen, dass beim Safer Sex etwas schief geht. Kondome können zum Beispiel reißen oder abrutschen. Manchmal werden sie im Rausch der Gefühle auch einfach vergessen.

Wenn ein Partner HIV-positiv ist, kann HIV übertragen werden. Panik ist in solchen Momenten aber fehl am Platz: Eine HIV-Infektion lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch verhindern.

Dazu werden für vier Wochen HIV-Medikamente eingenommen. Die Medikamente hindern HIV daran, sich im Körper festzusetzen. Diese Behandlung nennt man Postexpositionsprophylaxe, kurz: PEP. Das bedeutet in etwa „Nach-Risiko-Vorsorge“.

Wichtig: Mit einer PEP muss so schnell wie möglich nach dem HIV-Risiko begonnen werden. Am besten innerhalb von zwei Stunden, sonst möglichst innerhalb  24 Stunden, spätestens nach 48 Stunden. Ob eine PEP bis zu 72 Stunden (drei Tage) nach dem Risiko noch sinnvoll sein kann, ist umstritten.

Die nächste Anlaufstelle von Goslar ist das St. Bernward Krankenhaus, Treibestr.9, 31134 Hildesheim, T: 05121/90-0, W: bernward-khs.de

Im Bereich Adressen auf der Webseite der Deutschen AIDS-Hilfe finden sich auch alle anderen Kliniken, die eine PEP anbieten.

 

Quelle und weitere Infos zum Thema PEP: Deutsche AIDS-Hilfe

HIV ist eine Abkürzung und bedeutet „Humanes Immundefizienz-Virus“. Das bedeutet übersetzt: menschliches Abwehrschwäche-Virus. HIV schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte, die auch Immunsystem genannt werden.

So kann der Körper eindringende Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpfen. Im schlimmsten Fall treten dann bestimmte lebensbedrohliche Erkrankungen auf, zum Beispiel schwere Lungenentzündungen. Dann spricht man von Aids. Auch das ist eine Abkürzung, es bedeutet „Acquired Immune Deficiency Syndrome“. Auf Deutsch: Erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom.

Früher stand die Medizin HIV und Aids machtlos gegenüber. Das ist heute nicht mehr so: Medikamente können die Vermehrung von HIV im Körper verhindern. Die Lebenserwartung von Menschen mit HIV ist dadurch erheblich gestiegen.

Diese Medikamente sorgen bei den meisten Menschen dafür, dass im Körper kein Virus mehr nachweisbar ist. Möglich wird das, indem man mehrere dieser Medikamente miteinander kombiniert. Man nennt die Behandlung deshalb Kombinationstherapie oder auch Antiretrovirale Therapie (kurz: ART).

Obwohl die Medikamente gut gegen HIV wirken, können sie das Virus nicht aus dem Körper entfernen. Eine Heilung ist also noch nicht möglich. Damit keine lebensbedrohlichen Krankheiten auftreten, muss man die Medikamente wahrscheinlich lebenslang einnehmen.

Wenn man frühzeitig mit einer Therapie beginnt und die Tabletten regelmäßig einnimmt, hat man beste Chancen, sehr lange mit HIV zu leben. Die Medikamente können aber Nebenwirkungen verursachen. Wie stark sie sind, ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden.

Quelle und weitere Infos zum Thema HIV/AIDS: Deutsche AIDS-Hilfe

EckdatenNiedersachsen1

Laut Robert Koch-Institut leben in Niedersachsen etwa 3.800 - 4.500 Menschen mit HIV. Jedes Jahr infizieren sich zwischen 190 und 230 Menschen neu mit dem Virus. Detaillierte Zahlen können direkt beim Robert Koch-Institut eingesehen werden.

Webseite Robert Koch-Institut

 

 

HIV ist relativ schwer übertragbar. Ein Infektionsrisiko besteht nur, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten mit Wunden oder Schleimhäuten in Berührung kommen. Zu diesen Körperflüssigkeiten gehören vor allem Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und der Flüssigkeitsfilm auf der Schleimhaut des Enddarms.

Am häufigsten wird HIV beim ungeschützten Geschlechtsverkehr weitergegeben.

Sehr riskant ist außerdem die gemeinsame Benutzung von Spritzen beim Drogenkonsum. Vor HIV kann man sich gut schützen, nämlich durch Safer Sex und Safer Use.

Das Risiko einer HIV-Übertragung ist erhöht, wenn sich besonders viele Viren im Blut und den Körperflüssigkeiten befinden. Das ist zum Beispiel zwei bis vier Wochen nach einer frischen HIV-Infektion der Fall, weil sich das Virus dann besonders stark vermehrt.

Das Risiko ist viel geringer, wenn sich nur wenige Viren im Blut befinden, etwa wenn HIV-Medikamente die Vermehrung des Virus verhindern.

 

Quelle: Deutsche Aidshilfe

 

AIDS-Hilfe Goslar e.V.

Montag bis Freitag: 11 bis 14 Uhr, Offener Abend: Dienstag, 19 bis 21 Uhr

Breite Straße 18,  38640 Goslar, T: 05321 - 42 55 1, info@aidshilfe-goslar.de , www.facebook.com/aidshilfegoslar

Spendenkonto: Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, IBAN: DE84 2595 0130 0030 0194 18, BIC: NOLADE21HIK

Termine:

23 Jan 2018;
07:00PM - 09:00PM
Offener Abend @ AHG
30 Jan 2018;
07:00PM - 09:00PM
Offener Abend @ AHG
06 Feb 2018;
07:00PM - 09:00PM
Offener Abend @ AHG
13 Feb 2018;
07:00PM - 09:00PM
Offener Abend @ AHG

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