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Seit Mitte 2017 bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Goslarer Theater regelmäßig queeres Kino an.

Schwullesbische Filme sind jedoch nur ein Teil der Möglichkeiten, sich der Queer-Thematik zu nähern. Offensichtlich gibt es neben einer homosexuellen Identität noch viel mehr Varianten von Geschlechtlichkeit, die von der heterosexuellen Norm abweichen, aber trotzdem existieren und akzeptiert werden wollen.

Begriffe wie trans-, inter-, pan- oder bisexuell geben Beispiel für die große Bandbreite von geschlechtlicher Identität. Auch BDSM-praktizierende und polyamor-lebende Menschen gehören zum queeren Spektrum, denn auch sie definieren sich in ihrer Sexualität jenseits der monogamen, heterosexuellen Norm.

Abwertung, Ausgrenzung oder Pathologisierung querer Lebensweisen waren wenig hilfreich und deren Überwindung ist ein andauernder gesellschaftlicher Prozess. 

Queere Filme führen uns in ihren Geschichten die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Lebensweisen vor Augen. Die Auseinandersetzung und Anerkennung dieser verschiedenen, queeren Identitäten erlaubt uns Zuschauern, die eigene Identität zu entdecken, zu hinterfragen, zu erneuern oder zu bestätigen.

Im Januar (geplant war der 18., wegen des Orkans musste alles um eine Woche auf den 25. Januar verschoben werden) gab es einen Vortrag zum Thema WER, WAS, WOFÜR IST QUEER?

Als Experte war Till Amelung eingeladen. Er hat Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen studiert, auch wissenschaftlich dazu gearbeitet und bereits zu dem Thema veröffentlicht. In seinem Vortrag lieferte Till Amelung zunächst grundlegende Informationen zum Queer-Begriff sowie zu den Ursprüngen von Queer-Aktivismus und Queer-Theorie und wo wir heute in beiden Feldern stehen. Im Anschluss des Vortrags wurden zunächst Fragen geklärt, dann wurden verschiedene Meinungen diskutiert.

Im Anschluss wurde der gerade erschienene Dokumentarfilm QUEERCORE - HOW TO PUNK A REVOLUTION gezeigt. Der Film erzählt die Geschichte jener lose verbundenen Gruppe nordamerikanischer Punk-Künstler*innen, die in den 1980er und 90er Jahren ihre queeren Identitäten radikal ins Zentrum der eigenen Arbeiten rücken. Die Künstler provozieren und entwickeln Alternativen zu den herrschenden heterosexuellen Normen, der latenten Homophobie und einem allzu angepassten schwulen Mainstream. Das Szene-Porträt schließt eine klaffende Lücke innerhalb der nicht-heterosexuellen Geschichtsschreibung, darüberhinaus ist es ein wilder Appell gegen jede Form der falschen Anpassung.

Weitere Vorträge und Diskussionen mit queerem Bezug sollen folgen.

AIDS-Hilfe Goslar e.V.

Montag bis Freitag: 11 bis 14 Uhr, Offener Abend: Dienstag, 19 bis 21 Uhr

Breite Straße 18,  38640 Goslar, T: 05321 - 42 55 1, info@aidshilfe-goslar.de , www.facebook.com/aidshilfegoslar

Spendenkonto: Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, IBAN: DE84 2595 0130 0030 0194 18, BIC: NOLADE21HIK

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