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Neukolln

Überleben in Neukölln folgt diversen Personen und Künstlern, die im Berliner Bezirk Neukölln wohnen. Im Zentrum steht Stefan Striker, der sich Juwelia nennt, eine Galerie leitet und am Wochenende Gäste einlädt, denen Juwelia poetische Lieder vorsingt. Seine Mutter hat sich mit 82 Jahren das Leben genommen und Strickers weibliche Seite nie akzeptiert. Weitere Personen sind unter anderem die 89-jährige Frau Richter, die mit 50 nach Neukölln zog, um dort mit einer Frau zusammenzuleben, ein schwuler kubanischer Sänger und Tänzer und eine syrische lesbische Geflüchtete. Von Praunheim zeigt den Alltag dieser Wahl-Berliner und beleuchtet zudem die wachsende Beliebtheit Neuköllns, dessen steigende Mieten die Künstler früher oder später vertreiben werden.

Das Zentrum des Films ist Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Sanderstraße in Berlin Neukölln betreibt. Hier lädt er an jedem Wochenende Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder singt, die er mit seinem Freund aus Hollywood Jose Promis  geschrieben hat. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy, hat stets um Anerkennung gekämpft, sie aber nur teilweise bekommen. Der Film begleitet sie nach New York, wo sie zum ersten Mal eine Ausstellung hat und dort auch auftritt. In ihrer hessischen Heimatstadt Korbach am Grab ihrer Mutter kommen Juwelia die Tränen. Ihre Mutter hat sich mit 82 Jahren das Leben genommen und die weibliche Seite ihres Sohnes nie akzeptiert. Juwelia ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp. Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt. Sein 17 jähriger Sohn ist stolz auf ihn. Wir treffen Mischa Badasyan aus Russland, einen Performancekünstler, der es sich zur Pflicht machte, ein Jahr lang jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Und wir begegnen der syrischen Sängerin Enana, die nach ihrer dramatischen Flucht nach Berlin hofft, ein freieres Leben führen zu können, als Frau und als Lesbe. Patsy l‘Amour la Love veranstaltet die „Polymorphia“ Party- und Diskussionsreihe und bezeichnet sich selbst als Polittunte. Gerade hat sie ihre Magisterarbeit „Selbsthass und Emanzipation“ veröffentlicht. Neukölln war immer ein armer, proletarischer Bezirk mit viel Kriminalität. Vor zehn Jahren kamen wegen der billigen Mieten die Künstler. Seit fünf Jahren entwickelt sich Neukölln zum Hipster-Bezirk und Mekka für Spekulanten. Mein Film ist ein Zeugnis des zurzeit spannendsten Teils von Berlin - und zugleich ein Zeugnis eines Bezirks, der bald seine  Künstler, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, vertreiben wird.

21.06.2018: ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN QueerKino im Goslarer Theater, 19:30 Uhr
Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim, DE 2017, 82 Minuten, FSK 12.

 

Die Filmreihe „QueerKino im Goslarer Theater“ wird vom Queeren Netzwerk Niedersachsen und aus Mitteln des Landes Niedersachsen im Rahmen der Kampagne "Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen" finanziell unterstützt.

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Im Drama Beach Rats versucht ein Teenager aus Brooklyn über seine eigene Identität Klarheit zu erlangen, während er eine neue Freundin datet und zugleich mit älteren Männern im Internet Kontakt hat.

Frankie (Harris Dickinson) aus Brooklyn hat einen fürchterlichen Sommer hinter sich: Sein Vater liegt im Sterben und seine Mutter will unbedingt, dass der Jugendliche eine Freundin findet. Mit Simone (Madeline Weinstein) stünde eine passende Kandidatin sogar schon bereit. Doch Frankie flüchtet sich lieber in die weite Online-Welt und chattet dort mit älteren Männern.

Mit Harris Dickinson (nominiert für bester Hauptdarsteller bei Independent Spirit Awards 2018) und Kate Hodge. Auszeichnung für besten Film beim Independent Film Festival Boston 2017, für bestes Drehbuch beim L.A. Outfest 2017, für beste Regie von Eliza Hittman beim Sundance Film Festival 2017.

 

19.07.2018: BEACH RATS QueerKino im Goslarer Theater, 19:30 Uhr
Film von Eliza Hittman, US 2017, 98 Minuten, OmU, FSK 16.

Letzter Film aus der Reihe QueerKino im Goslarer Theater vor der Sommerpause.

Die Filmreihe „QueerKino im Goslarer Theater“ wird vom Queeren Netzwerk Niedersachsen und aus Mitteln des Landes Niedersachsen im Rahmen der Kampagne "Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Niedersachsen" finanziell unterstützt.

Kein Aids fur alle Signet 800px

Die medizinische Situation für HIV-Positive hat sich enorm verbessert über die letzten Jahrzehnte. Mit der Arbeit aufhören können wir allerdings leider noch nicht.

In den kommenden Jahren gibt es noch viel zu tun, wenn wir HIV & AIDS auch im ländlichen Raum besiegen wollen:

  • Spätdiagnosen müssen vermieden werden. Je früher die Menschen mit HIV von ihrer Infektion erfahren, desto eher können sie mit der Therapie beginnen. Die Medikamente verhindern dann auch die Weitergabe von HIV. Test- und Versorgungsangebote für HIV & STI’s müssen den Zielgruppen einfacher und öfter zur Verfügung stehen.
  • Ausgrenzung und Diskriminierung von HIV-Positiven müssen aufhören, damit Menschen keine Angst vor ihrem positiven Testergebnis und einem Leben mit HIV haben müssen. Es muss leichter werden, über HIV offen zu sprechen.
  • Die fachärztliche Versorgung für HIV-Positive muss auch ortsnah möglich sein. Momentan gibt es in Goslar bedauerlicherweise keinen HIV-Schwerpunktarzt. Die nächsten Schwerpunktpraxen sind in Braunschweig, Göttingen oder Hannover!
    Auch für die Verordnung der PREP (Prä-Expositions-Prophylaxe) gibt es zur Zeit keine örtliche Versorgung.
  • Mehr Fort- und Ausbildungsangebote für die Ärzteschaft, medizinisches Personal, Pflegekräfte und Auszubildende müssen geschaffen werden, um tief sitzende Vorurteile über Patienten mit HIV/AIDS zu überwinden.
  • Es muss Fort- und Ausbildungsangebote für Hausärzte geben zwecks Verbesserung der Kommunikation mit ihren Patienten zum Thema Sexualität (STI & HIV), und um mögliche HIV- Symptome erkennen zu können und anzusprechen.
  • 90% der HIV-Übertragungen geschieht über sexuelle Kontakte. Das Thema Sexualität muss enttabuisiert werden, die unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und die verschiedenen sexuellen Lebensweisen müssen als gleichwertig akzeptiert werden.
    Verstärkung der Prävention Vorort: TU-Clausthal, Berufsschulen, Jugendzentren, Justizvollzugsanstalt.
  • Sexuell übertragbare Infektionen (STI) spielen eine große Rolle im Zusammenhang mit der HIV- Infektionen. HIV-Prävention und Testangebote müssen STI’s beinhalten. Entsprechende Impfangebote müssen ausgebaut werden.
  • Relevante Zielgruppen in der Region Goslar sind: Jugendliche, MSM, Drogenbenutzende, Migrant_innen, Sexarbeitende, Haftinsassen, Frauen, Über-50-Jährige.

AIDS-Hilfe Goslar e.V.

Montag bis Freitag: 11 bis 14 Uhr, Offener Abend: Dienstag, 19 bis 21 Uhr

Breite Straße 18,  38640 Goslar, T: 05321 - 42 55 1, info@aidshilfe-goslar.de , www.facebook.com/aidshilfegoslar

Spendenkonto: Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, IBAN: DE84 2595 0130 0030 0194 18, BIC: NOLADE21HIK

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